Hessischer Jugendring
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Augen auf!

Projekt & Ziele

Kinder- und Jugendarmut ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das auch vor den Jugendverbänden nicht Halt macht. In vielen wissenschaftlichen Studien wurden die vielfältigen Gründe und Ursachen der Armut von jungen Menschen untersucht, nach Auswegen gesucht und die politischen Anstrengungen dagegen kritisch hinterfragt. Die Zahl und die prekäre Lage der Betroffenen sind sorgenerregend und mahnen alle gesellschaftlichen Akteure, das Thema nicht aus den Augen zu verlieren.

Der Hessische Jugendring widmet dem Thema Kinder- und Jugendarmut daher ein Projekt, das über die Verbandsgrenzen hinausreicht. Entsprechend weitreichend war das Ziel, das der Vorstand des Hessischen Jugendrings formulierte: Zum Thema Kinder- und Jugendarmut sollen Projekte initiiert werden, die dazu beitragen, das Thema in den Verbänden, in der Öffentlichkeit und in der Politik präsent zu halten. „Augen auf!“ - das ist der Appell, der von diesem Projekt ausgeht.

Das Projektteam hat dieses Ziel in drei Teilprojekten anvisiert und verfolgt damit die Mehrdimensionalität des Projektes, verschiedene Zielgruppen anzusprechen – Jugendverbände und deren Mitglieder, Öffentlichkeit und Politik. Durch eine gemeinsame Reflexion der innerverbandlichen Diskurse und die Ausarbeitung neuer Ansätze will das Projekt im Gegenzug Impulse und Anregungen für die Arbeit der einzelnen Verbände geben und so zur Nachhaltigkeit der Arbeit auf diesem Feld beitragen.

Die Gesamtlaufzeit des Projektes „Augen auf!“, inklusive der Planungen und Vorbereitungen, begann im Mai 2011 und endet im Juni 2012. Was wir in dieser Zeit schaffen wollen, haben wir hier zusammengefasst.

Toolbox

Praktisch und greifbar: Eine Toolbox, die sich an den Bedürfnissen der Jugendverbände orientiert und sowohl bei Gruppenstunden als auch auf Freizeiten Einsatz finden wird. Ausgestattet mit Informationsmaterial, Methoden und kleinen Gimmicks hilft sie bei der Themenauseinandersetzung und ermöglicht damit einen kreativen Umgang. Die genaue Ausgestaltung, das heißt der Inhalt und die äußere Form des „Werkzeugkoffers“ sind noch im Entwicklungsprozess. Mit der Fertigstellung rechnet das Projektteam für den Frühsommer 2012.

Networking online | offline

Vernetzt, im Austausch und besser informiert: Networking ist gerade in der Jugendverbandsarbeit nicht zu unterschätzen. Um die Zusammenarbeit an so wichtigen Themen wie der Kinder- und Jugendarmut lebendig zu halten und den Aktionen der einzelnen Verbände mehr Radius zu verschaffen, wurde eine Art Runder Tisch gegründet. Dort tauschen sich die zuständigen Referent/innen und Vertreter/innen der Verbände und des Hessischen Jugendrings aus, unterstützen so gegenseitig ihre Arbeit und initiieren gemeinsame Aktionen. Dieses Teilprojekt ist langfristig angelegt und wird auch über die Projektlaufzeit hinaus fortbestehen.
Das erste Treffen wird am 15. März 2012 stattfinden. Interessierte aus den Jugendverbänden in Hessen sind herzlich dazu eingeladen. Mehr dazu unter Aktuelles & Termine Anfragen an augen-auf(at)hessischer-jugendring.de.

Parallel dazu wird im Rahmen dieser Website eine Informationsplattform aufgebaut, die Informationen über die Vorhaben, Projekte und Kampagnen aller Verbände und anderer Jugendringe bereithält, neue Studien und Publikationen zum Thema „Kinder- und Jugendarmut“ vorstellt, neue gesetzliche Regelungen wie das Bildungs- und Teilhabepaket aufbereitet und die für die Jugendverbände relevanten Informationen zur Verfügung stellt. Mehr dazu unter Projekte der Jugendverbände und Jugendringe und Infos rund ums Thema.

Podiumsdiskussion

Offen, streitbar und anschaulich präsentiert: Veranstaltungshöhepunkt und gleichzeitig Abschluss des Projektes ist eine Podiumsdiskussion mit Filmvorführung und Ausstellung, die am 21.06.2012 in der Murnau-Stiftung in Wiesbaden stattfinden wird. Auf dem Podium wollen wir Vertreter/innen aus Politik, Jugendverbänden und Wohlfahrtsverbänden zusammenbringen, mit ihnen aktuelle Herausforderungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendarmut diskutieren und gleichzeitig Zukunftsperspektiven erörtern: Was können Politik und Zivilgesellschaft heute und in Zukunft gegen die Armut von Kindern und Jugendlichen unternehmen? Der Film, der im Anschluss gezeigt wird, betrachtet Kinder- und Jugendarmut aus einer individuellen Perspektive und bringt gleichzeitig die Tragweite des Phänomens auf erschreckend realistische Art und Weise zum Ausdruck.

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten. Nähere Informationen über den Ablauf und die eingeladenen Gäste veröffentlichen wir rechtzeitig auf diesen Seiten.