Hessischer Jugendring
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Projektteam

Das Projektteam, das sich im Mai 2011 erstmalig traf und seitdem in kleineren Gruppen an den Teilprojekten gearbeitet hat, setzte sich aus Vertreter/innen und Jugendbildungsreferent/innen ganz verschiedener Jugendverbände zusammen:

Projektteam:
Milena Kärtner, Jugendwerk der AWO Hessen-Süd
Lars Ewald, DLRG-Jugend Hessen
Andreas Roll, Sportjugend Hessen
Henrik Schmidtke, Hessische Landjugend
Teresa Hüser, BDKJ Bistum Mainz
Dr. Harald Riebold, Evangelische Jugend Hessen
Rüdiger Funk, Ring junger Bünde Hessen

Projektleitung:
Daniela Broda, Evangelische Jugend Hessen
Kati Mühlmann, Hessischer Jugendring (Referentin für politische Bildung)

Andreas Roll, Milena Kärtner, Daniela Broda, Kati Mühlmann, Rüdiger Funk, Lars Ewald, Henrik Schmidtke, Kirsten Wegner (Moderatorin)

Daniela Broda, Evangelische Jugend Hessen, Hessischer Jugendring:
Als Arbeitsgemeinschaft der hessischen Jugendverbände bringt sich der Hessische Jugendring seit vielen Jahren in die Diskussion zum Thema Kinder- und Jugendarmut immer wieder ein. Wir dürfen nicht müde werden, uns gegen Armut stark zu machen. Das Projekt bietet hierzu eine gute Möglichkeit und macht den Reiz der Mitarbeit aus. Gemeinsam können wir für die Kinder und Jugendlichen in Hessen einiges bewegen - „Augen auf!“

Milena Kärtner, Bezirksjugendwerk der AWO Hessen-Süd e.V.:
Mich stört der heute übliche Fokus auf Geld und materielle Werte schon lange, und meine Gespräche mit Jugendlichen zeigen mir, dass ich nicht die einzige bin. Ich empfinde es als persönliche Herausforderung und als äußerst passendes Projekt für unser Jugendwerk, für und mit Jugendlichen neue Perspektiven auf das Leben zu entwickeln. Perspektiven, durch die weniger betuchte Menschen sich als gleichwertige Teilhabende in der Gesellschaft fühlen können.

Lars Ewald, DLRG-Jugend Hessen: 
Jugendverbände bilden eine wichtige Sozialisationsinstanz für junge Menschen. Somit muss es auch jedem Kind und Jugendlichen möglich sein, Angebote der Jugendverbände wahrzunehmen. Daraus ergibt sich für mich ein Auftrag an Jugendverbände, diese Teilhabe für alle möglich zu machen. Das heißt für mich aber auch, die politischen Verantwortlichen sowie die gesamte Gesellschaft in die Pflicht zu nehmen, Armut und Ausgrenzung zu bekämpfen.

Andreas Roll, Sportjugend Hessen:
Es gibt ein Grundbedürfnis junger Menschen nach  Bewegung, Spiel  und Gemeinschaft - Armut darf  kein Hinderungsgrund für eine gerechte Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen an den Angeboten z.B. der Vereine sein! Daher möchte ich daran mitwirken, möglichst viele Menschen und Institutionen zusammen zu bringen, um den Zugang zu unseren Angeboten zu erleichtern außerdem gemeinsam das Thema Kinder- und Jugendarmut zu skandalisieren.

Henrik Schmidtke, Hessische Landjugend: 
Die Teilhabe aller Kinder und Jugendlicher, ob aus der Stadt oder vom Land, am kulturellen und sozialen Angebot unserer Gesellschaft ist die wichtigste Lebenserfahrung für die Entwicklung. Oft genug werden Barrieren geschaffen - finanzielle Unterstützung muss nicht immer gleich mit der Ausschüttung durch Geld erfolgen. Kinder und Jugendliche sind die Gruppe, die am stärksten von Armut gefährdet ist. Wir sollten uns dafür einsetzen, dass der Gesellschaft bewusst wird, wie wertvoll die junge Generation ist.

Teresa Hüser, BDKJ Alsfeld: 
Ich habe mich intensiv mit dem Thema Kinder- und Jugendarmut auseinandergesetzt und finde es immer wieder erschreckend, welche Konsequenzen sie in allen Facetten für die Betroffenen hat. Deshalb finde ich es wichtig, dass wir, die Jugendverbände, nicht wegschauen und auch diesen Kindern und Jugendlichen die Chance bieten, ihre sozialen Kompetenzen weiterzuentwickeln, und ihnen gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Dazu ist auch viel Aufklärungsarbeit notwendig.

Dr. Harald Riebold, Evangelische Jugend Kassel:
Kinder, die in Armut aufwachsen müssen, sind benachteiligt. Gegen diese Ungerechtigkeit müssen sich Jugendverbände wehren. Sie können der Kinderarmut eine Stimme geben, sich politisch für andere einsetzen. Arme Kinder leiden unter vielerlei Arten von Ausgrenzung. Dies ist ein Skandal, der immer wieder öffentlich gemacht werden muss. Wir dürfen arme Kinder nicht hängen lassen!

Kati Mühlmann, Hessischer Jugendring:
Als Sprachrohr aller jungen Menschen in Hessen ist es dem Hessischen Jugendring ein wichtiges Anliegen, Kinder- und Jugendarmut in der Diskussion zu halten – mit kritischen Fragen und politischen Forderungen, aber auch mit einer dauerhaften Themensetzung in den Jugendverbänden: Junge Menschen in der außerschulischen Bildung für die Armut Gleichaltriger zu sensibilisieren und deren Ursachen und Folgen zu hinterfragen, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer gesellschaftlichen Neuorientierung.