Der Ausbau der Ganztagsschulen stellt eine der größten
aktuellen Veränderungen des hessischen Schulsystems
dar und ist Ausdruck neuer gesellschaftlicher Erwartungen
und Anforderungen an eine moderne Schullandschaft. Dabei
rückt die Mitwirkung von Trägern der außerschulischen
Jugendbildung immer wieder in den Focus, um vielseitige
Ganztagsangebote zu ermöglichen und Schule durch informelle
Bildungsangebote zu bereichern.
Die Hoffnungen und Erwartungen an eine Zusammenarbeit
von Jugendarbeit und Schule sind groß und werden
von beiden Seiten immer wieder formuliert. Aber können
Schulen und Träger der Jugendarbeit überhaupt erfolgreich
zusammenarbeiten? Welchen Beitrag zur Ganztagsschule
können solche Kooperationen leisten? Und welche
Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein?
Mit der 16. Dokumentation seiner Materialienreihe legt der
Hessische Jugendring den Abschlussbericht des dreijährigen
Projekts „Kooperation konkret“ vor und stellt die modellhafte
Vernetzung der sich ergänzenden Bildungsorte
der außerschulischen Jugendbildung und der Schule dar.
Der Projektverlauf und zentrale Projektergebnisse werden
vorgestellt und ausgewertet. Die Schwerpunkte Bedarfserhebung,
Netzwerkbildung, Lobbyarbeit sowie die Quali-
fizierung der Akteure bis hin zu konkreten Kooperationsmaßnahmen
finden eine ausführliche Betrachtung.
Die Chancen und Herausforderungen die derartige Kooperationen
zwischen außerschulischen und schulischen
Partnern bieten, finden Eingang in ein im Rahmen des Projektes
entwickeltes Trägermodell, das Modellcharakter für
die künftige Zusammenarbeit haben wird.
Zielsetzung dieser Dokumentation ist es, Fachkräften in
und außerhalb der Jugendverbände die Anliegen, Prozesse
und Ergebnisse des Projekts nachvollziehbar zu machen
und diese für einen zukunftsoffensiven Umgang mit dem
Feld der Ganztagsbildung zu sensibilisieren.
ISBN 978-3-929601-29-9