Hessischer Jugendring
Schiersteiner Straße 31-33
 . 65187 Wiesbaden
 . Telefon 0611 - 99 083 - 0 . Fax 0611 - 99 083 - 60
 . info@hessischer-jugendring.de . www.hessischer-jugendring.de

Insoweit erfahrene Fachkraft

Problem / Fragestellungen

Wie kommen wir weiter, wenn wir nicht mehr weiter kommen?

Wie kommen wir zu einer fachlich fundierten Gefährdungseinschätzung?

Hintergrund

Situationen, in denen möglicherweise eine Gefährdung des Kindeswohls oder Formen der sexualisierten Gewalt vorliegen, sind meistens sehr komplex und von ihrem Ausmaß her schwer einzuschätzen. Manchmal bleibt auch nur ein komisches Gefühl nach einer Aussage einer/eines Teilnehmenden auf einer Maßnahme.

Wie im Kapitel "Ansprechperson" beschrieben habt ihr dann die Möglichkeit, euch zunächst an die Ansprechperson in eurem Verband zu wenden, um mit ihr die Situation zu besprechen. Erhärtet sich der Verdacht wird sich eure Ansprechperson an eine insofern erfahrene Fachkraft wenden, die ihrerseits wieder eine Einschätzung vornimmt. Die insoweit erfahrene Fachkraft kann ein/e Mitarbeiter/in des Jugendamts oder einer Hilfsorganisation sein.

Ziele

Wir kennen eine insofern erfahrene Fachkraft in unserem Umfeld und haben Kontakt zu ihr aufgenommen.

Mit ihr haben wir vereinbart, wie wir in der Praxis zusammenarbeiten können.

Praxis und Methoden

Kinder und Jugendliche haben einen gesetzlichen Anspruch auf Beratung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft. Hauptberufliche pädagogische Mitarbeiter/innen zum Teil auch. In der Praxis sieht die Handhabung dieses Anspruchs sehr unterschiedlich aus. Es ist daher ratsam, euch mit dem für euch zuständigen Jugendamt in Verbindung zu setzen, wie eine gute „Versorgung“ geschehen kann. Diese werden in der Regel ein Interesse daran haben, dass in ihrem Zuständigkeitsbereich gut begleitete Jugendarbeit stattfindet. Allerdings muss wie so häufig geschaut werden, wie die professionelle Struktur des Jugendamts zur ehrenamtlichen Praxis der Jugendverbände passt.

Manche Landesverbände haben auch schon mit einer bestimmten Hilfsorganisation entsprechende Vereinbarungen getroffen. Auch eine Abstimmung der verschiedenen aktiven Gruppen und Verbände vor Ort, zum Beispiel über den Stadt- oder Kreisjugendring und später auch im Jugendhilfeausschuss kann sehr hilfreich sein.