Hessischer Jugendring
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Problem / Fragestellungen

Wie können wir so viel Sicherheit schaffen, dass Teilnehmende ihre Beschwerden, Unwohlsein, Verwirrung immer gut aufgehoben wissen?

Wie können wir so viel Sicherheit schaffen, dass Mitarbeitende im Fall der Fälle möglichst souverän und strategisch reagieren können?

Hintergrund

Der Fall der Fälle, also wenn es etwas „zu melden“ gibt, wird in der Regel in Jugendverbänden eine besondere Situation sein. Umso wichtiger ist es, den Beteiligten möglichst viel Sicherheit in ihrem Handeln zu geben. Hierbei können Meldeketten einen wertvollen Beitrag leisten, da sie die Kommunikation vorstrukturieren und weniger beliebig machen. Jede/r Beteiligte weiß genau, an welcher Stelle der Meldekette er oder sie sich befindet und wer die/der nächste Ansprechpartner/in ist.
Im Idealfall könnte das so aussehen: Die Meldekette, die natürlich vorher entsprechen kommuniziert wurde, gibt bereits einer/m Teilnehmenden so viel Sicherheit, dass er oder sie keine Sorgen hat, etwas mitzuteilen.  Der / die Jugendleiter/in, bei dem / der die Information landet weiß wiederum genau, wer Ansprechpartner/in ist. Das kann zum Beispiel die Leitung der Maßnahme oder auch die Person sein, die für das Thema Kindeswohl im Verband zuständig ist. Spätestens diese Person sollte in der Meldekette dann eine insofern erfahrene Fachkraft bei einer Hilfsorganisation oder dem Jugendamt als nächstes Glied in der Kette kennen.
Wie genau der Ablauf ist, hängt von der jeweiligen Gruppe / dem jeweiligen Verband ab. Wichtig ist nur, dass die Meldekette die üblichen Kommunikationswege mitreflektiert.

Ziele

Wir haben entschieden, an welchen Stellen wir als Verband Meldeketten benötigen.

Diese Meldeketten sind entwickelt und kommuniziert.

Den einzelnen Gliedern dieser Kette ist bewusst, an welcher Stelle der Kette sie stehen und der Kontakt ist mindestens zum nächsten Glied aufgebaut.

Praxis und Methoden

Für die Entwicklung einer Meldekette ist es sinnvoll, einen exemplarischen „Fall“ durchzuspielen. Welche Stellen müssen mit eingebunden werden, damit wir mit der ungewohnten Situation möglichst gut umgehen können?
Wenn es die Meldekette gibt, geht es natürlich darum, diese auch gut zu kommunizieren. Wer in der Kette auftaucht, muss davon wissen und muss die entsprechenden Kontaktdaten bekommen.
Nicht zuletzt ist die Arbeit an und mit der Meldekette auch eine Datenbankarbeit. Das heißt, diese aktuell zu halten, ist ebenso wichtig wie schwierig.