Hessischer Jugendring
Schiersteiner Straße 31-33
 . 65187 Wiesbaden
 . Telefon 0611 - 99 083 - 0 . Fax 0611 - 99 083 - 60
 . info@hessischer-jugendring.de . www.hessischer-jugendring.de

Jugendforschung und jugendliche Lebenswelten

Jugendverbände sind Selbstorganisationen von Kindern und Jugendlichen. Sie verstehen sich als Interessengemeinschaft und als Interessenvertretung von Kindern und Jugendlichen. Diese Aufgaben können Jugendverbände jedoch nur erfüllen, wenn sie sehr nah an den Bedürfnissen, Interessen und Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen sind. Dies gewährleisten die immer neuen Jugendgenerationen in den Verbänden, die ihren Verband so ausrichten und gestalten, wie sie ihn brauchen.

Wir sehen es als eine wichtige Aufgabe für die Verbände, immer wieder neu ihre Praxis und ihre Strukturen auf die aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft und im Besonderen auf Veränderungen in der Jugendphase hin zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Mit dem neuen Arbeitsschwerpunkt Jugendliche Lebenswelten möchten wir mit verschiedenen Maßnahmen auf die besonderen Lebenslagen von jungen Menschen aufmerksam machen und Praxismethoden für die Arbeit in Jugendgruppen erarbeiten.

An dieser Stelle stellen wir einige Studien und ihre wichtigsten Inhalte vor. Die Aspekte sind nur stichpunktartig und kurz ohne Anspruch auf Vollständigkeit wiedergegeben. Dennoch können sie sicher zur Diskussion und Auseinandersetzung anregen. Im Kasten rechts finden sich Links zu den Studien, wenn die Ergebnisse genauer beleuchtet werden sollen.

KIM- und JIM-Studien | jährliche Erscheinungsweise

Die KIM (Kinder + Medien, Computer + Internet) - und JIM (Jugend, Information, (Multi-)Media) untersuchen jährlich den Medienkonsum von Kindern (6 bis 13 Jahre) und Jugendlichen (12 bis 19 Jahre). Interessant sind die Ergebnisse natürlich vor allem, weil sie sich in der Entwicklung vieler Jahre vergleichen lassen. Vieles, was in den JIM- und KIM-Studien herausgefunden wird, kann aktive Jugendleiter_innen oder Multiplikator_innen in den Verbänden kaum überraschen. Dazu decken sich die Ergebnisse zu häufig mit den gefühlten Wahrnehmungen aus der eigenen Gruppenarbeit. Dennoch liefern die Studien interessantes Hintergrundwissen für die (medien-)pädagogische Arbeit. Besonders attraktiv ist, dass die Ergebnisse der Studien frei über das Internet zur Verfügung stehen.

15. Kinder- und Jugendbericht 2017 | Februar 2017

Der 15. Kinder- und Jugendbericht erschien im Februar 2017 unter dem Titel „Zwischen Freiräumen, Familie, Ganztagsschule und virtuellen Welten - Persönlichkeitsentwicklung und Bildungsanspruch im Jugendalter".
Der Bericht zeichnet ein aktuelles Bild der Lebenslagen und des Alltagshandelns Jugendlicher und junger Erwachsener. Er untersucht die Rahmenbedingungen des Aufwachsens sowie Einflüsse von Digitalisierung, demografischer Entwicklung und Globalisierung und analysiert alterstypische Problemlagen. In den Bericht sind erstmals auch Sichtweisen junger Menschen eingeflossen.

SINUS-Studie 2016 I vierjähriger Turnus

Wie ticken Jugendliche? So lautete der Titel der zuletzt erscheinenden SINUS- Jugendstudie, die die Lebenslagen von Jugendlichen im Alter von 14-17 Jahren beleuchtet. Die Untersuchung bildet die Vielfalt der jugendlichen Lebenslagen dar.

17. Shell Jugendstudie | September 2015

Die Shell Jugendstudien, die alle vier Jahre veröffentlicht werden, untersuchen die Situationen von jungen Menschen und fragen nach ihren Wertvorstellungen. Die Ausgabe von 2015 hatte den Titel: Eine pragmatische Generation im Aufbruch.
Die 17. Shell Jugendstudie hat untersucht, unter welchen politischen und sozialen Bedingungen Jugendliche heute aufwachsen und wie sie sich dabei eine Persönlichkeit erarbeiten. Die Studie bildet die Vielfalt der jugendlichen Lebenswelten ab und arbeitet gleichzeitig heraus, wie sich junge Menschen heute von vorherigen Generationen unterscheiden.

6. Bildungsbericht der Bundesregierung | Juli 2016

Zum sechsten Mal erschien im Juli 2016 der Bildungsbericht, der von der Kultusministerkonferenz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung herausgegeben wird. Er liefert eine Bestandsaufnahme des Bildungswesens in Deutschland von der frühkindlichen Bildung und Betreuung über schulische und außerschulische Lernwelten bis hin zu Ausbildung, Studium und Weiterbildung. Im Fokus der sechsten Auflage stand das Thema „Bildung und Migration“.