Hessischer Jugendring
Schiersteiner Straße 31-33 . 65187 Wiesbaden . Telefon 0611 - 99 083 - 0 . Fax 0611 - 99 083 - 60 . info@hessischer-jugendring.de . www.hessischer-jugendring.de

Allgemeine Hinweise für die Jugendarbeit in Hessen
Stand 7. September 2020

Die Hinweise wurden nach Recherche und bestem Wissen zusammengestellt, der Hessische Jugendring übernimmt keine Gewähr und kann weder rechtlich noch medizinisch beraten. Da die Situation sehr dynamisch ist und viele Kriterien sorgfältig gegeneinander abgewogen werden müssen, müssen die jeweils aktuelle Lage und damit verbundene Änderungen beachtet werden. Wir werden die Hinweise, wenn nötig und so schnell wie es möglich ist, aktualisieren.

 


 

Hinweise zur Aktualisierung der Kontakt-Verordnung (15.08.2020): Bisher wurden schrittweise die Kontaktregeln geöffnet und machen mehr Begegnung zwischen Menschen möglich. Die hier zusammengestellten Informationen berücksichtigen die Lockerungen, die bis zum 15. August in Kraft getreten sind.

Hinweise zu regionalen Entwicklungen (26.08.2020): Derzeit entstehen große Unterschiede bei der Ausbreitung der Pandemie in den hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten. Auf diese Unterschiede der Fallzahlen reagieren Landkreise und Städte mit zusätzlichen strengeren Regelungen und Auflagen für Veranstaltungen und Treffen. Diese regionalen Regelungen müssen auch von der Jugendarbeit berücksichtigt werden.

Eine Übersicht über die Fallzahlen in den Landkreisen und Städten findet ihr tagesaktuell auf der Seite des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration: Fallzahlen in Hessen.

Bitte informiert euch über die regionalen Regelungen bei den Landkreisen und kreisfreien Städten. Die Gesundheitsämter oder Ordnungsämter helfen weiter, wenn die gesuchten Infos online nicht zu finden sind.

 


 

Für Hessen gilt aktuell die „Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie“. In ihr sind auch wesentliche Regelungen für die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit und die Vereinsarbeit zu finden. Im engen Austausch mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) stellen wir hier die einschlägigen Regelungen zusammen und erklären sie für:

1. Öffentlicher Raum:  Kinder- und Jugendgruppen im öffentlichen Raum

2. Häuser, Gärten, Zeltplätze, private Grundstücke:  Kinder- und Jugendarbeit in Einrichtungen

3. Bildungsangebote:  Kinder- und Jugendarbeit in Einrichtungen und unterrichtsähnlicher Form

4. Freizeiten und Zeltlager: Überblick und Leitfaden

4.1 Freizeiten und Zeltlager:  Gemeinnützige Übernachtungsbetriebe für Kinder und Jugendliche

4.2 Freizeiten und Zeltlager:  Zeltlager- Freizeit- und Ferienspielgruppen

5. Gelegenheitsverkehr:  Mobilität von Jugendgruppen und Freizeitgruppen

6. Vereinstreffen: Gremien und Arbeitsgruppen

 

Quellen:

Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie (Stand: 15.08.2020)

Auslegung der Corona Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung vom 7. Mai 2020 für Angebote der Kinder und Jugendarbeit (Quelle: HMSI 01.08.2020)

 

1. Kinder- und Jugendgruppen im öffentlichen Raum
 

Beispiele: Mobile Jugendarbeit, Spielmobile, Jugendgruppe läuft zu einem Spielplatz, Jugendarbeit auf einem öffentlichen Spielplatz etc.

Treffen sind zulässig: Hier gilt § 1 Absatz 2 Nr.1. Das bedeutet, dass für solche Versammlungen "aus betreuungsrelevanten Gründen" nicht die Beschränkung der Personenzahl nach Abs. 1 gilt. Grillen und Picknick ist wieder zulässig.

Hygiene: Nach § 1 Abs. 5 sind die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene bei jeglichen Zusammentreffen zu beachten. In Situationen, in denen Maßnahmen der physischen Distanzierung nur schwer eingehalten werden können, wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dringend empfohlen.

Abstand: Das bedeutet, dass bei einer solchen Versammlung "aus betreuungsrelevanten Gründen" die Personen innerhalb der Gruppe keinen Abstand voneinander halten müssen, auch wenn sie aus mehr als zehn Haushalten kommen. Trotzdem ist eine Verhaltensweise zu empfehlen, die sich an den allgemein gültigen Abstands- und Hygieneanforderungen orientiert. Zudem muss die Gruppe bei Begegnungen mit anderen Personen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

Mobilität: Im öffentlichen Nahverkehr sowie im Gelegenheitsverkehr ist nach § 1 Absatz 6 eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Hierzu zählt auch der Transport einer Kinder- und Jugendgruppe mit einem (gemieteten) Bus.

Nachweis für Jugendgruppenbetreuung: Um Jugendgruppenleitungen beim Aufenthalt im öffentlichen Raum den Nachweis über eine Betreuungssituation leichter möglich zu machen, haben wir eine entsprechende Vorlage entwickelt. Diese kann über die Landesjugendverbände bezogen werden.

Muster: Bestätigung über Gruppenbetreuung im öffentlichen Raum (Stand: 13.08.2020)

§ 1 Zusammenkünfte und Veranstaltungen
(1) Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur alleine, in Gruppen von höchstens zehn Personen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Öffentliche Verhaltensweisen, die geeignet sind, das Abstandsgebot des Satz 2 zu gefährden, wie etwa Tanzveranstaltungen sind unabhängig von der Personenzahl untersagt.
(2) Das Verbot des Abs. 1 Satz 1 gilt nicht für
1.Zusammenkünfte von Personen, die aus geschäftlichen, beruflichen, dienstlichen, schulischen oder betreuungsrelevanten Gründen unmittelbar zusammenarbeiten müssen,
4. die Begleitung und Betreuung minderjähriger oder unterstützungsbedürftiger Personen,

2. Kinder- und Jugendarbeit in Einrichtungen
 

Beispiele: offene Jugendräume in Kommunen, Gruppenabende von Jugendverbänden, einmalige Fachtagungen, Gruppenfahrten, Aufenthalt in Gruppenhäusern etc.

Treffen sind zulässig: Für alle Zusammenkünfte außerhalb des öffentlichen Raumes gelten die Bestimmungen des § 1 Absatz 2b. Dies gilt insbesondere für offene Angebote mit einem unspezifischen Teilnehmendenkreis ohne vorherige Anmeldung sowie einmalige Veranstaltungen mit spezifischem Teilnehmendenkreis wie beispielsweise eine Tagung. Als nicht-öffentlicher Raum gelten Gebäude einschließlich ihrer Gärten und Höfe, Zeltplätze, private und Vereins-Grundstücke sowie Gruppenhäuser.

Hygiene und Abstand: Das bedeutet, dass die in § 1 Abs. 2b genannten Bedingungen umzusetzen sind. Mitglieder einer festen Gruppe von 10 Personen müssen keinen Abstand zueinander halten – zu Mitgliedern einer anderen Gruppe sind Abstände zu wahren. Die Bestimmungen in § 1 Abs. 2a zur gemeinsamen Nutzung und Weitergabe von Gegenständen gelten nur noch für Religionsausübungen. Das bedeutet, dass in der Jugendarbeit ansonsten Gegenstände gemeinsam genutzt werden dürfen.

Gruppengröße und Raumgröße:  Die maximale Personenzahl ist auf 250 Personen begrenzt. Jeder Person sollen 3 Quadratmeter zur Verfügung stehen, was die Gruppengröße ebenfalls begrenzen kann. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Sitzgelegenheiten vorhanden sind und genutzt werden.

§ 1 Zusammenkünfte und Veranstaltungen
(2b) Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote, wie Theater, Opern, Konzerte, Kinos und ähnliches sind zulässig, wenn
a) durch geeignete Maßnahmen, insbesondere durch Steuerung der Besucherzahlen, sichergestellt wird, dass der nach § 1 Abs. 1 gebotene Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhandensind; jeder Person sollen drei Quadratmeter zur Verfügung stehen,
b) die Teilnehmerzahl 250 nicht übersteigt oder die zuständige Behörde ausnahmsweise eine höhere Teilnehmerzahl bei Gewährleistung der kontinuierlichen Überwachung der Einhaltung der Voraussetzungen gestattet,
c) in geschlossenen Räumen Zuschauerplätze eingenommen werden, eine personalisierte Sitzplatzvergabe erfolgt, wobei aneinander liegende Sitzplätze nur von Personen eingenommen werden dürfen, denen der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum nach § 1 Abs. 1 Satz 1 und 2 gestattet ist; zu anderen Personen oder Gruppen ist der Abstand nach § 1 Abs. 1 Satz 2 zu wahren,
d) Name, Anschrift und Telefonnummer der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus-schließlich zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen von der Veranstalterin oder dem Veranstalter erfasst werden; diese haben die Daten für die Dauer eines Monats ab Beginn der Veranstaltung geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte für die zuständigen Behörden vorzuhalten und auf Anforderung an diese zu übermitteln sowie unverzüglich nach Ablauf der Frist sicher und datenschutzkonform zu löschen oder zu vernichten; die Bestimmungen der Art. 13, 15, 18 und 20 der Datenschutz-Grundverordnung zur Informationspflicht und zum Recht auf Auskunft zu personenbezogenen Daten finden keine Anwendung; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind über diese Beschränkungen zu informieren,
e) geeignete Hygienekonzepte entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen getroffen und umgesetzt werden und
f) Aushänge zu den erforderlichen Abstands-und Hygienemaßnahmen gut sichtbar angebracht sind.

3. Kinder und Jugendarbeit in Einrichtungen und unterrichtsähnlicher Form
 

Beispiele: Erste-Hilfe-Kurs über mehrere Abende; Juleica-Ausbildungen, Konfirmanden-Unterricht etc.

Treffen sind zulässig: Für Kursangebote, die in Einrichtungen stattfinden, gelten die Bestimmungen des § 5 Abs. 1. Dies sind beispielsweise mehrtägige Seminare/Kurse für Gruppen.

Abstand und Hygiene: Der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Teilnehmenden muss nicht sichergestellt werden. Allerdings sind die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene einzuhalten.

Gruppengröße: Die Personenzahl ist nicht begrenzt. Eine Mindest-Raumgröße muss nicht beachtet werden.

§ 5 Bildungsangebote, Ausbildung
(1) Bei Bildungsangeboten außerhalb von Einrichtungen nach § 33 Nr. 3 des Infektionsschutzgesetzes, beispielsweise in Volkshochschulen, Musik-und Kunstschulen oder nicht staatlich anerkannten Ersatzschulen sind die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene einzuhalten. § 1 Abs. 1 Satz 2 findet keine Anwendung.

4. Freizeiten und Zeltlager: Überblick und Leitfaden
 

Bei der Planung und Durchführung von Freizeiten und Zeltlagern (und auch Ferienspielen) müssen verschiedene Bereiche und Regelungen berücksichtigt werden. Um hier einen besseren Überblick zu bekommen, haben wir in einem Leitfaden zentrale Regelungen zusammengestellt, die für solche Maßnahmen gelten.

Leitfaden „Corona – Freizeiten, Zeltlager und Ferienspiele“ (Stand: 6. Juli 2020)

4.1 Gemeinnützige Übernachtungsbetriebe für Kinder und Jugendliche
 

Treffen sind zulässig: Hier gelten die Bestimmungen des § 4 Absatz 2. Menschen aus Corona-Risikogebieten dürfen Übernachtungsbetriebe nicht betreten (§ 4 Absatz 3).

Abstand und Hygiene: Die Einrichtungen haben dafür Sorge zu tragen, dass in gemeinschaftlich genutzten Sanitär- und Schlafbereichen die allgemein gültigen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Die Regelungen des § 4 Abs. 2 gelten auch für die Durchführung von Jugendfahrten und -freizeiten auf Zeltplätzen.

Dies bedeutet z. B.:

  • Für ein Einhalten der Abstandsregeln von mindestens 1,5 m in allen Sanitärräumen ist durch organisatorische oder technische Maßnahmen zu sorgen. Erläuterung: Eine organisatorische Maßnahme wäre z. B. die Begrenzung der Personenzahl; technische Maßnahmen wären z. B. die Sperrung jedes zweiten Waschplatzes oder Abstandsmarkierungen auf dem Fußboden an Waschplätzen und Waschgelegenheiten.
  • Es dürfen keine wiederverwendbaren Handtücher genutzt werden. Zugelassen sind Handtuchspender oder Heißlufttrockner.
  • Die Belegung von Zimmern oder Zelten erfolgt im Rahmen der zulässigen Kontakte nach § 1 Absatz 1, das bedeutet in Gruppen von höchstens zehn Personen. Grundsätzlich ist empfohlen, die Belegung so zu reduzieren, dass Abstände von mindestens 1,5 m zwischen den Personen eingehalten werden können.

Für Zeltplätze und Selbstversorgerhäuser, bei denen nicht durchgehend ein Betreiber oder eine Betreiberin anwesend ist, gilt: der Betreiber hat die Räumlichkeiten entsprechend den Vorgaben zur Verfügung zu stellen und eine Einweisung vorzunehmen, während des Aufenthalts sind dann diejenigen in der Verantwortung, die die Gruppenfahrt durchführen/veranstalten/begleiten.

§ 4 Gaststätten und Übernachtungsbetriebe
(2) Übernachtungsangebote sind zulässig, wenn
1. geeignete Hygienemaßnahmen nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts getroffen und überwacht werden sowie
2. Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen erfolgen und
3. zum Übernachtungsbetrieb gehörende Sauna-, Schwimm- und Wellnessbereiche ausschließlich von Übernachtungsgästen genutzt werden.

4.2 Zeltlager-, Freizeit- und Ferienspielgruppen
 

Gruppenangebote sind zulässig: Ferienmaßnahmen (Ferienspiele, Kinder- und Jugendfreizeiten, Stadtranderholungen, Ausflüge, Zeltlager) sind gestattet, auch mit Übernachtung. Hierbei sind die Regeln für den Aufenthalt im öffentlichen Raum (siehe Kap. 1.) und im nicht-öffentlichen Raum (siehe Kap. 2.) zu berücksichtigen.

Abstand und Hygiene im öffentlichen Raum: Mitglieder einer betreuten Gruppe im öffentlichen Raum müssen entsprechend § 1 Absatz 2 Nr.1 keine Abstände zueinander wahren. Zu anderen Gruppen oder Einzelpersonen ist Abstand zu wahren.

Abstand und Hygiene im nicht-öffentlichen Raum: Mitglieder einer festen Gruppe von max. 10 Personen inklusive Betreuer_innen müssen (§ 1 Absatz 2b) keine Abstände zueinander wahren. Dies gilt sowohl für Spielsituationen, beim Essen als auch beim  Schlafen in Räumen oder Zelten. Zu anderen Gruppen (der Freizeit, des Zeltlagers, …) oder Einzelpersonen ist Abstand zu wahren.

Gruppengröße: Im öffentlichen Raum ist die Gruppengröße nicht begrenzt. Im nicht-öffentlichen Raum darf die Gesamt-Gruppengröße 250 inklusive Betreuer_innen nicht überschreiten. Begrenzt wird die Gruppengröße aber außerdem durch die verfügbare Fläche (entspr. § 1 Abs. 2b)

5. Mobilität von Jugendgruppen und Freizeitgruppen
 

Mobilität von Gruppen ist zulässig: Im öffentlichen Nahverkehr sowie im Gelegenheitsverkehr ist nach § 1 Absatz 6 eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Hierzu zählt auch der Transport einer Kinder- und Jugendgruppe mit einem (gemieteten) Bus. Zum Gelegenheitsverkehr gehören Taxen, Ausflugsfahrten, Ferienziel-Reisen mit Mietwagen oder Mietomnibus.

Gruppengröße: Die Gruppengröße ist nicht beschränkt.

Abstand: Die allgemeinen Abstandsgebote von 1,5 Meter nach § 1 Abs. 1 müssen nicht eingehalten werden.

6. Gremien und Arbeitsgruppen
 

Treffen sind zulässig: Für Vereinstreffen (z.B. Gremien und Arbeitsgruppen) gelten die Bestimmungen des § 1 Absatz 2b.

Abstand und Hygiene: Der Abstand von 1,5 Meter ist einzuhalten. Mitglieder einer festen Gruppe von 10 Personen müssen keinen Abstand zueinander halten – zu Mitgliedern einer anderen Gruppe sind Abstände zu wahren. Ein Hygiene-Konzept entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen muss umgesetzt werden.

Gruppengröße und Raumgröße: Die maximale Personenzahl ist auf 250 Personen begrenzt. Dabei ist 1 Person pro 3 qm zulässig.

§ 1 Zusammenkünfte und Veranstaltungen
(2b) Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote, wie Theater, Opern, Konzerte, Kinos und ähnliches sind zulässig, wenn
a) durch geeignete Maßnahmen, insbesondere durch Steuerung der Besucherzahlen, sichergestellt wird, dass der nach § 1 Abs. 1 gebotene Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhandensind; jeder Person sollen drei Quadratmeter zur Verfügung stehen,
b) die Teilnehmerzahl 250 nicht übersteigt oder die zuständige Behörde ausnahmsweise eine höhere Teilnehmerzahl bei Gewährleistung der kontinuierlichen Überwachung der Einhaltung der Voraussetzungen gestattet,
c) in geschlossenen Räumen Zuschauerplätze eingenommen werden, eine personalisierte Sitzplatzvergabe erfolgt, wobei aneinander liegende Sitzplätze nur von Personen eingenommen werden dürfen, denen der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum nach § 1 Abs. 1 Satz 1 und 2 gestattet ist; zu anderen Personen oder Gruppen ist der Abstand nach § 1 Abs. 1 Satz 2 zu wahren,
d) Name, Anschrift und Telefonnummer der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus-schließlich zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen von der Veranstalterin oder dem Veranstalter erfasst werden; diese haben die Daten für die Dauer eines Monats ab Beginn der Veranstaltung geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte für die zuständigen Behörden vorzuhalten und auf Anforderung an diese zu übermitteln sowie unverzüglich nach Ablauf der Frist sicher und datenschutzkonform zu löschen oder zu vernichten; die Bestimmungen der Art. 13, 15, 18 und 20 der Datenschutz-Grundverordnung zur Informationspflicht und zum Recht auf Auskunft zu personenbezogenen Daten finden keine Anwendung; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind über diese Beschränkungen zu informieren,
e) geeignete Hygienekonzepte entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen getroffen und umgesetzt werden und
f) Aushänge zu den erforderlichen Abstands-und Hygienemaßnahmen gut sichtbar angebracht sind.

 

Überblick über die Verordnungen der Hessischen Landesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie: www.corona.hessen.de

Nach oben