Hessischer Jugendring
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Allgemeine Hinweise für die Jugendarbeit in Hessen
Stand 3. Dezember 2021

Die Hinweise wurden nach Recherche und bestem Wissen zusammengestellt, der Hessische Jugendring übernimmt keine Gewähr und kann weder rechtlich noch medizinisch beraten. Da die Situation sehr dynamisch ist und viele Kriterien sorgfältig gegeneinander abgewogen werden müssen, müssen die jeweils aktuelle Lage und damit verbundene Änderungen beachtet werden. Wir werden die Hinweise, wenn nötig und so schnell wie es möglich ist, aktualisieren.

 


 

Hinweise zur Aktualisierung:

  1. Landesverordnung (5. Dezember 2021): Ab dem 5. Dezember gilt eine neue Verordnung. Folgende Änderungen werden dadurch in Kraft treten: 1) 3G-Pflicht und Begrenzung auf 50 Personen für die Angebote der Jugendarbeit; 2) 2G-plus-Zugangsmodell (Treffen ohne Masken und Abstände) für Jugendarbeit und Veranstaltungen entfällt; 3) Veranstaltungsregelungen gelten ab 11 Personen – ab 100 Personen besteht eine 2G-Plus-Pflicht

    Hier sind alle gültigen Regelungen ab dem 5. Dezember 2021 dargestellt. Einen Überblick gibt unsere Übersicht „Jugendarbeit in Hessen“ (3. Dezember 2021)

 


 

Für Hessen gilt aktuell die „Verordnung zum Schutz der Bevölkerung vor Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV 2“ (Coronavirus-Schutzverordnung). In ihr sind auch wesentliche Regelungen für die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit und die Vereinsarbeit zu finden. Im engen Austausch mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) stellen wir hier die einschlägigen Regelungen zusammen und erklären sie für:

1. Gruppenangebote der Jugendarbeit

2. Veranstaltungen ohne Gruppenstruktur

3. Bildungsangebote in unterrichtsähnlicher Form

4. Freizeiten und Zeltlager

5. Mobilität von Jugendgruppen und Freizeitgruppen

6. Gremien und Arbeitsgruppen (Vereinstreffen)

 

Quellen:

Verordnung zum Schutz der Bevölkerung vor Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV 2 (Coronavirus-Schutzverordnung - CoSchuV) (Stand: 5. Dezember 2021)

Jugendarbeit in Hessen - Übersicht über die Angebotsformen (Quelle: HJR 3. Dezember 2021)

1. Gruppenangebote der Jugendarbeit
 

Treffen sind zulässig: Angebote der Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit können nach § 16 Abs. 4 stattfinden. Sie dürfen unabhängig vom Angebotsort stattfinden (öffentlicher und nicht-öffentlicher Raum). Von der Regelung erfasst werden alle durch die öffentlichen Träger der Jugendhilfe (Kommunen) verantwortete oder geförderte Angebote (freie Träger) der Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit.

Gruppengröße: Die Angebote sind in Gruppen von bis zu 50 Personen einschließlich der Betreuungspersonen zulässig.

Dokumentation und Hygienekonzept: Die Kontaktdaten der Teilnehmenden eines Gruppenangebots müssen nicht dokumentiert werden. Die Pflicht zur Umsetzung eines Abstands- und Hygienekonzepts entfällt – jedoch ist weiterhin auf den Infektionsschutz und insbesondere die angemessene und regelmäßige Belüftung in geschlossenen Räumen zu achten (§ 1 Abs. 5).

Abstand und Masken: Bei Angeboten in geschlossenen Räumen sind medizinische dauerhaft Masken zu tragen. Die Mitglieder fester Gruppen (50 Personen inkl. Betreuungspersonen) müssen keine Abstände wahren.

3G-Negativnachweis: Die Teilnahme ist nur Personen gestattet, die einen Negativnachweis vorlegen können. Als Negativnachweise gelten Nachweise über Impfung, Genesung oder tagesaktuelle Testnachweise. Schüler_innen können den Nachweis über das Testheft erbringen (siehe FAQ C.4).

§ 16 Veranstaltungen und Kulturbetrieb
(3) Angebote der Kinder- und Jugendarbeit einschließlich Ferienbetreuungsmaß-nahmen, kurzzeitpädagogische Maßnahmen der Schulen sowie Jugendsozialarbeit sind unabhängig vom Angebotsort in Gruppen von bis zu 50 Personen einschließlich der Betreuungspersonen zulässig, sofern nur Personen mit Negativnachweis nach § 3 teilnehmen. Bei Übernachtungen gilt § 23 entsprechend.  

§ 2 Medizinische Maske
(1) Eine OP-Maske oder Schutzmaske der Standards FFP2, KN95, N95 oder vergleichbar ohne Ausatemventil (medizinische Maske) ist zu tragen
16. während der Wahrnehmung von Angeboten der staatlichen Kinder- und Jugendarbeit einschließlich Ferienbetreuungsmaßnahmen, kurzzeitpädagogischen Maßnahmen sowie der Jugendsozialarbeit, die in geschlossenen Räumen stattfinden.

2. Veranstaltungen ohne Gruppenstruktur
 

Outdoor-Veranstaltungen

Veranstaltungen sind im Freien zulässig: Treffen mit mehr als 25 Personen sind als Veranstaltungen durchzuführen und zulässig (§ 16). Angebote der Kinder- und Jugendarbeit mit Gruppenstruktur sind allerdings nicht als Veranstaltung, sondern als Gruppenangebot durchzuführen (siehe Kapitel 1 Gruppenangebote der Jugendarbeit).

Abstand, Maske und Hygienekonzept: Die üblichen Abstände von 1,5 Metern zu anderen müssen eingehalten werden. Bei Großveranstaltungen besteht im Freien eine Maskenpflicht in Bereichen mit Gedrängesituationen, insbesondere beim Einlass und in Warteschlangen. Ein Abstands- und Hygienekonzept muss umgesetzt werden.

2G-Negativnachweis: Bei Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen besteht die Pflicht für einen 2G-Negativnachweis (Impfung oder Genesung). Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können mit einem tagesaktuellen Testnachweis (Schnelltest) teilnehmen. Das Gleiche gilt für Menschen über 18 Jahren, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und hierüber einen ärztlichen Nachweis vorlegen. Schüler_innen können diesen Nachweis über das Testheft erbringen (siehe FAQ C.4).

Personenzahl und Dokumentation: Die Personenzahl ist nicht begrenzt. Veranstaltungen mit mehr als 3000 Personen bedürfen der Genehmigung durch die zuständige Behörde. Kontaktdaten sind nicht zu dokumentieren.

Indoor-Veranstaltungen

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind zulässig: Treffen mit mehr als 10 Personen sind als Veranstaltungen durchzuführen und zulässig (§ 16). Angebote der Kinder- und Jugendarbeit mit Gruppenstruktur sind allerdings nicht als Veranstaltung, sondern als Gruppenangebot durchzuführen (siehe Kapitel 1 Gruppenangebote der Jugendarbeit).

Abstand und Maske: Die üblichen Abstände von 1,5 Metern zu anderen müssen eingehalten werden. Es sind dauerhaft medizinische Masken zu tragen. Ein Abstands- und Hygienekonzept muss umgesetzt werden.

2G-Negativnachweis: Die Teilnahme ist nur Personen gestattet, die einen 2G-Negativnachweis (Impfung, Genesung) vorlegen können. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können mit einem tagesaktuellen Testnachweis (Schnelltest) teilnehmen. Das Gleiche gilt für Menschen über 18 Jahren, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und hierüber einen ärztlichen Nachweis vorlegen. Schüler_innen können diesen Nachweis über das Testheft erbringen (siehe FAQ C.4).
Bei Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen besteht die Pflicht für einen 2G-plus-Negativnachweis (Impfung oder Genesung plus tagesaktuellem Schnelltest).

Personenzahl und Dokumentation: Die Personenzahl ist nicht begrenzt. Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen bedürfen der Genehmigung durch die zuständige Behörde. Kontaktdaten sind nicht zu dokumentieren.

§ 16 Veranstaltungen und Kulturbetrieb
(1) Zusammenkünfte, Fachmessen, Veranstaltungen und Kulturangebote, wie beispielsweise Theater, Opern, Kinos und Konzerte, an denen mehr als 10 Personen teilnehmen, sind zulässig wenn
1. im Freien
a) bei mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nur Personen mit Negativnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 eingelassen,
b) ab 3 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Genehmigung der zuständigen Behörde vorliegt,
c) die 3 000 Plätze übersteigende Kapazität des Veranstaltungsortes auf 25 Prozent beschränkt wird,
2. in geschlossenen Räumen
a) nur Personen mit Negativnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 oder 2 eingelassen werden; bei mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern müssen diese darüber hinaus einen Negativnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, 4 oder 5 vorlegen,
b) ab 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Genehmigung der zuständigen Behörde vorliegt,
3. ein Abstands- und Hygienekonzept nach § 5 vorliegt und umgesetzt wird.
 
§ 2 Medizinische Maske
(1) Eine OP-Maske oder Schutzmaske der Standards FFP2, KN95, N95 oder vergleichbar ohne Ausatemventil (medizinische Maske) ist zu tragen
14. von den Besucherinnen und Besuchern während der Zusammenkünfte und Veranstaltungen nach den §§ 16 und 17, die in geschlossenen Räumen stattfinden,

3. Kinder- und Jugendarbeit in unterrichtsähnlicher Form (Bildungsangebote)
 

Beispiele: Erste-Hilfe-Kurs über mehrere Abende; Juleica-Ausbildungen, Konfirmanden-Unterricht etc.

Bildungsangebote sind zulässig: Angebote mit einem klaren Bildungsinhalt und wenig körperlicher Interaktion sind zulässig (§ 15). Dies sind beispielsweise Seminare/Kurse für Gruppen. 

3G-Negativnachweis: Der Zugang ist nur mit Impfnachweis, Genesungsnachweis oder einem Testnachweis zulässig. Kinder unter 6 Jahren müssen keine Nachweise vorlegen. Schüler_innen können den Nachweis über das Testheft erbringen (siehe FAQ C.4).

Abstand und Masken: Der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Teilnehmenden muss nicht sichergestellt werden. Allerdings sind die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene einzuhalten. Wenn diese Bildungsangebote in geschlossenen Räumen stattfinden, besteht die Pflicht zum dauerhaften Tragen einer medizinischen Maske.

Gruppengröße: Die Personenzahl ist nicht begrenzt.

§ 15 Bildungsangebote, Ausbildung
Bei Bildungsangeboten außerhalb von Einrichtungen nach § 33 Nr. 3 des Infektionsschutzgesetzes, beispielsweise in Volkshochschulen oder nicht staatlich anerkannten Ersatzschulen, soweit diese auf die Teilnahme an Nichtschülerprüfungen vorbereiten, sowie bei kulturpädagogischen Angeboten der Museen, Theater und ähnlicher Einrichtungen für einzelne Gruppen oder Klassen der Kindertagesstätten, Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen, sind die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene wo immer möglich zu beachten; es dürfen nur Personen mit Negativnachweis nach § 3 zugegen sein; die Leitungen der Einrichtungen sind zur stichprobenhaften Überprüfung und deren Dokumentation verpflichtet.
 
§ 2 Medizinische Maske
(1) Eine OP-Maske oder Schutzmaske der Standards FFP2, KN95, N95 oder vergleichbar ohne Ausatemventil (medizinische Maske) ist zu tragen
15. während der Wahrnehmung von Bildungsangeboten, die in geschlossenen Räumen stattfinden,

4. Freizeiten und Zeltlager
 

Zur Planung von Zeltlagern und Freizeiten mit Übernachtungen haben wir zentrale Informationen zusammengestellt: Leitfaden „Corona – Freizeiten, Zeltlager und Ferienspiele“ (Stand: 04.11.2021 – hier erfolgt die Aktualisierung in den nächsten Tagen)

Angebote sind zulässig: Angebote der Kinder- und Jugendarbeit mit Übernachtungen sind zulässig.

Gruppengröße: An der Freizeit dürfen höchstens 50 Personen inkl. Betreuer_innen teilnehmen.

2G-Nachweis: Ein Negativnachweis (Impfung oder Genesung) muss bei Beginn der Maßnahme vorliegen. Kinder unter 6 Jahren müssen keine Nachweise vorlegen. Jugendliche bis 18 Jahre können mit einem negativen Testnachweis (Schnelltest) teilnehmen. Schüler_innen können den Nachweis über das Testheft erbringen (siehe FAQ C.4).

Hygiene und Abstand: Die Mitglieder der Freizeit müssen keine Abstände zueinander wahren. Zu anderen Gruppen oder Freizeiten (auf dem gleichen Zeltplatz oder im gleichen Haus) müssen Abstände gewahrt werden. Ein umfassendes Hygienekonzept wird genutzt, das auch die Verpflegung berücksichtigt. In geschlossenen Räumen müssen Masken getragen werden.

§ 23 Übernachtungsbetriebe
Übernachtungsangebote einschließlich der Bewirtung der Übernachtungsgäste sind zulässig, wenn
1. bei touristischen Übernachtungen nur Gäste mit Negativnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 oder 2 beherbergt werden; in den übrigen Fällen ist ein Negativnach-weis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 und 4 ausreichend,
2. in Gemeinschaftseinrichtungen, beispielsweise in Speisesälen oder in Schwimmbäder, nur Gäste mit Negativnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 oder 2 eingelassen werden und
3. ein Hygienekonzept nach § 5 vorliegt und umgesetzt wird.
 
§ 2 Medizinische Maske
(1) Eine OP-Maske oder Schutzmaske der Standards FFP2, KN95, N95 oder vergleichbar ohne Ausatemventil (medizinische Maske) ist zu tragen
10. in innenliegenden Publikumsbereichen von Übernachtungsbetrieben

5. Mobilität von Jugendgruppen und Freizeitgruppen
 

Mobilität von Gruppen ist zulässig: Im öffentlichen Nahverkehr (in Fahrzeugen, Bahnhofsgebäuden) sowie im Gelegenheitsverkehr ist eine medizinische Maske zu tragen. Hierzu zählt auch der Transport einer Kinder- und Jugendgruppe mit einem (gemieteten) Bus. Zum Gelegenheitsverkehr gehören Taxen, Ausflugsfahrten, Ferienziel-Reisen mit Mietwagen oder Mietomnibus.

Gruppengröße: Die Gruppengröße von Kinder- und Jugendgruppen ist auf 50 begrenzt.

Abstand: Die allgemeinen Abstandsgebote von 1,5 Meter müssen nicht eingehalten werden.

Masken: Es besteht die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken während der gesamten Fahrt.

§ 2 Medizinische Maske
(1) Eine OP-Maske oder Schutzmaske der Standards FFP2, KN95, N95 oder vergleichbar ohne Ausatemventil (medizinische Maske) ist zu tragen
11. über § 28b Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 des Infektionsschutzgesetzes hinaus in Fahrzeugen des Gelegenheitsverkehrs nach § 46 Abs. 2 des Personenbeförderungsgesetzes, des freigestellten Schülerverkehrs, in Bürgerbussen, auf Passagierschiffen und -fähren, in den dazugehörigen Zugangs- und Stationsgebäuden und Tiefbahnhöfen sowie während der Inanspruchnahme von Fahrdiensten,

6. Gremien und Arbeitsgruppen (Vereinstreffen)
 

Treffen sind zulässig: Vereinstreffen (z.B. Gremien und Arbeitsgruppen) mit bis zu 10 Personen sind ohne besondere Auflagen zulässig. Nehmen mehr als 10 Personen teil, sind Treffen als Veranstaltungen zu bewerten. Diese finden sich unter „2. Veranstaltungen ohne Gruppenstruktur

 

 

Überblick über die Verordnungen der Hessischen Landesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie: www.corona.hessen.de

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