Hessischer Jugendring
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Hinweise zum Thema Finanzierung

Der Umgang mit der Corona-Pandemie fordert alle Bereiche der Gesellschaft stark heraus. Auch für die Jugendverbände in Hessen und den Hessischen Jugendring ist die aktuelle Situation herausfordernd und wir befinden uns alle auf der Suche nach guten Lösungen.

Wir möchten über den aktuellen Stand der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Jugendverbandsarbeit und über mögliche (finanzielle) Hilfen zusammengefasst informieren.

Die Hinweise wurden nach Recherche und bestem Wissen zusammengestellt, der Hessische Jugendring übernimmt keine Gewähr und kann weder rechtlich noch medizinisch beraten. Da die Situation sehr dynamisch ist und viele Kriterien sorgfältig gegeneinander abgewogen werden müssen, müssen die jeweils aktuelle Lage und damit verbundene Änderungen beachtet werden. Wir werden die Hinweise, wenn nötig und so schnell wie es möglich ist, aktualisieren.

 


 

1. Hilfen für Jugendverbände in Hessen
 

Reduzierung Eigenanteile Allgemeine Jugendarbeit und Außerschulische Jugendbildung
Aufgrund der zu erwartenden geringeren Einnahmen im Bereich der Eigenmittel, beabsichtigt der Hessische Jugendring im Jahr 2020, die Eigenmittelregelung für die Bereiche Allgemeine Jugendarbeit und Außerschulische Jugendbildung zu erleichtern.

Förderfähigkeit von Stornokosten
Aufgrund des Verbots der Maßnahmen (im Zeitraum bis 03.05.2020) fallen in der Regel für diesen Zeitraum keine Stornogebühren beim Rücktritt von Buchungen an (z. B. für den Aufenthalt in Bildungsstätten), da der Begründungszusammenhang „Höhere Gewalt“ vorliegt. Sollten dennoch Stornokosten anfallen, so können diese in den Verwendungsnachweisen in den Bereichen allgemeine Jugendarbeit und außerschulische Jugendbildung aufgeführt werden und sind grundsätzlich zuwendungsfähig.

2. Sonderprogramm Kinder- und Jugendarbeit 2021
 (Update 04.03.2021)
 

Nachdem der Bundestag im Haushalt 2021 erneut 100 Millionen Euro für die Kinder- und Jugendarbeit eingestellt hat, wird die Unterstützung zur Sicherung von gemeinnützigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung sowie Kinder- und Jugendarbeit im Kontext Corona-bedingter Einnahmeausfälle als Billigkeitsleistungen fortgesetzt. Zunächst ist der Zeitraum 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021 vorgesehen.

Zielgruppe des Sonderprogramms II (2012) sind Einrichtungen im Bereich der Kinder- und Jugendbildung, Kinder- und Jugendarbeit mit Übernachtungsangeboten und Familienferienstätten.

Gegenüber dem Sonderprogramm I (2020) gibt es in 2021 einige Änderungen, auf die explizit hingewiesen wird:

  • Der Zuschuss pro Bett steigt von 400 auf bis zu 800 Euro.
  • Für die Jugendverbände sind jetzt neben dem DBJR auch das Jugendhaus Düsseldorf für die katholischen Verbände und die Pfadfinderverbände sowie die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) für die evangelischen Verbände und Einrichtungen neue Zentralstellen.
  • Es gibt jetzt zwei Verfahren: Kleinbeihilfen und Fixkosten. Für die meisten Häuser der Jugendverbandsarbeit werden die Kleinbeihilfen besser sein. Erläuterungen dazu gibt es auf der Sonderseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


Sonderprogramm 2020
 

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gewährte im Jahr 2020 im Auftrag der Bundesregierung nach Maßgabe der allgemeinen haushaltsrechtlichen Bestimmungen sowie einer Richtlinie Zuschüsse zur Sicherung von gemeinnützigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung, Kinder- und Jugendarbeit im Kontext Corona-bedingter Einnahmeausfälle als Billigkeitsleistungen. Billigkeitsleistungen sind Leistungen (hier: Zahlungen), die erbracht werden, obwohl keine rechtliche Verpflichtung besteht.


Im Rahmen dieser Coronahilfen des Bundes ist der Deutsche Bundesjugendring eine Regiestelle (Zentralstelle) für das „Sonderprogramm Jugend“. Die konkrete Abwicklung übernehmen die jeweiligen Bundesverbände der Einrichtungen (Antragsteller).

Der DBJR ist einer von acht Trägern, die eine solche Regiestellenrolle übernehmen.

Das Programm richtet sich ausschließlich an gemeinnützige Einrichtungen mit Übernachtungsbetrieb.

Der DBJR und die Bundesstellen der Mitgliedsorganisationen sind ausschließlich für Anträge aus dem Handlungsfeld politische Jugendbildung zuständig.
Folgende weitere Zentralstellen sind für die anderen Handlungsfelder zuständig:

  • der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten für das Handlungsfeld politische Jugendbildung
  • das Deutsche Jugendherbergswerk für Jugendherbergen und Schullandheime
  • der Verband der Kolpinghäuser e.V. für Familienferienstätten
  • die Bundesarbeitsgemeinschaft KiEZe c/o Landesverband KiEZe Sachsen e.V. für Kindererholungszentren
  • die Naturfreundejugend Deutschlands für Naturfreundehäuser
  • die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. für Einrichtungen der kulturellen Kinder- und Jugendbildung
  • die Deutsche Sportjugend für Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit im Sport


Ein Antrag kann nur bei einer Zentralstelle eingereicht werden.
Der DBJR übernimmt in dem Verfahren folgende Aufgaben:

  • Beratung der Bundesverbände bei der Beantragung und Abwicklung
  • Entgegennahme und Prüfung der Anträge nach Weiterleitung durch die Bundesverbände
  • Auszahlung der Hilfen
  • Stichprobenhafte Prüfung der Verwendung.


Alle Informationen über Antragswege, Förderberechtigungen, Anträge und Abwicklungsmodalitäten stellt das BMFSFJ zur Verfügung.

Gemeinnützige Einrichtungen mit Übernachtungsbetrieb in Trägerschaft der Jugendverbände in Hessen müssen sich zur Antragstellung an den jeweiligen Bundesverband wenden.

Weitere Informationen zum Sonderprogramm sind hier (https://www.bmfsfj.de/sonderprogramm) zu finden, die Richtlinie zum Sonderprogramm ist hier (https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/ministerium/ausschreibungen-foerderung/foerderrichtlinien/sonderprogramm-kinder-jugend).

3. Hessisches Förderprogramm zur „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“
 

Das Land Hessen startete am 20.04.2020 das neue Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“, um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für die hessische Vereins- und Kulturlandschaft abzufedern. Dazu können ab dem 1. Mai 2020 entsprechende Anträge gestellt werden. Alle als gemeinnützig anerkannten Vereine in Hessen sind antragsberechtigt.

4. Hilfe durch die Agentur für Arbeit
 

Beim Kurzarbeitergeld handelt es sich um ein Instrument, mit dem Arbeitgeber in der Lage sein sollen vorübergehende Krisen überstehen zu können, ohne ihre Mitarbeitenden entlassen zu müssen.

5. Hilfen durch das Sozialdienstleister-Einsatzgesetz
 

Mit Hilfe des sogenannten "Sozialschutz-Pakets" sollen soziale Dienstleister in der Corona-Krise abgesichert werden (Sozialdienstleister-Einsatzgesetz).

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6. Notfallkasse Hessen
 

Die Notfallkasse Hessen soll die erlittenen wirtschaftlichen Schäden und Nachteile hessischer Unternehmen, nicht-öffentlichen Institutionen sowie Bürgerinnen und Bürger, die die Folgen der COVID-19-Pandemie unvorhersehbar und in besonderem Maße getroffen hat, abmildern – und zwar bei denjenigen, die diese Schäden und Nachteile nicht aus anderen Programmen ausgleichen können oder denen der vertretbare Einsatz eigener Mittel bzw. die Inanspruchnahme von weiteren Finanzierungsalternativen nicht möglich ist.

Mit dem Neuen Hessenplan stellt das Wirtschaftsministerium bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung. Die Einzelunterstützung soll im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen.

Antragsberechtigt sind Unternehmen und Betriebe und nicht öffentliche Institutionen aller Größenklassen unabhängig von ihrer Rechtsform, deren pandemiebedingte Härten nach dem 11. März 2020 entstanden sind. Die Antragsteller müssen ihren Hauptsitz bzw. ersten Wohnsitz in Hessen haben und hier steuerlich geführt werden.

Die Anträge können über das Onlineportal auf der Homepage des Regierungspräsidiums Kassel gestellt werden. Da es sich um Betriebe und Unternehmen handelt, die belegen müssen, warum sie bisher keine oder keine ausreichenden Hilfen erhalten haben, werden die Anträge genau geprüft und dann von einer Kommission bewertet.

Das Antragsformular befindet sich hier.

Etwaige Anfragen - technischer oder organisatorischer Art - sind nur über dieses Kontaktformular möglich.

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