Hessischer Jugendring
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Hinweise zum Thema Finanzierung

Der Umgang mit der Corona-Pandemie fordert alle Bereiche der Gesellschaft stark heraus. Auch für die Jugendverbände in Hessen und den Hessischen Jugendring ist die aktuelle Situation herausfordernd und wir befinden uns alle auf der Suche nach guten Lösungen.

Wir möchten über den aktuellen Stand der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Jugendverbandsarbeit und über mögliche (finanzielle) Hilfen zusammengefasst informieren.

Die Hinweise wurden nach Recherche und bestem Wissen zusammengestellt, der Hessische Jugendring übernimmt keine Gewähr und kann weder rechtlich noch medizinisch beraten. Da die Situation sehr dynamisch ist und viele Kriterien sorgfältig gegeneinander abgewogen werden müssen, müssen die jeweils aktuelle Lage und damit verbundene Änderungen beachtet werden. Wir werden die Hinweise, wenn nötig und so schnell wie es möglich ist, aktualisieren.

 


 

Als Unterstützung für euren Verband möchten wir euch über folgende Punkte informieren:

1. Jugendsammelwoche 2020


Die Jugendsammelwoche vom 27. März bis zum 6. April 2020 konnte aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Hessen und zum Schutz der Bevölkerung nicht wie geplant stattfinden. Damit verbunden sind deutliche Einnahme-Ausfälle für die Jugendverbandsarbeit in Hessen.

Wir prüfen derzeit die Möglichkeiten, die Jugendsammelwoche im Herbst dieses Jahres nachzuholen. Dies kann nur mit Unterstützung der Landesregierung, der Jugendämter der Kreise und kreisfreien Städte sowie der beteiligten Jugendringe und natürlich der sammelnden Gruppen gelingen.

Sollte das Nachholen der Jugendsammelwoche 2020 nicht möglich sein, bemühen wir uns um finanzielle Unterstützung durch die Hessische Landesregierung.

 

2. Hilfen des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI)
 

  • Förderfähigkeit von Stornokosten
    Aufgrund des Verbots der Maßnahmen (aktuell bis 03.05.2020) fallen in der Regel für diesen Zeitraum keine Stornogebühren beim Rücktritt von Buchungen an (z.B. für den Aufenthalt in Bildungsstätten), da der Begründungszusammenhang „Höhere Gewalt“ vorliegt. Sollten dennoch Stornokosten anfallen, so können diese in den Verwendungsnachweisen in den Bereichen allgemeine Jugendarbeit und außerschulische Jugendbildung aufgeführt werden und sind grundsätzlich zuwendungsfähig.
  • Hilfen für Jugendbildungsstätten, Seminarhäuser, Zeltplätze etc.
    Die finanzielle Situation von Bildungsstätten, Seminarhäusern, Zeltplätzen etc. ist besonders schwierig. Dies bestätigen auch die bisherigen Rückmeldungen aus den hjr-Mitgliedsverbänden. Neben den hohen Einnahme-Ausfällen dieser betrieblichen Einrichtungen wirken sich zudem die laufenden, fixen Kosten (Personal, Infrastruktur) finanziell negativ aus. Der Bund und die Länder sind sich inzwischen einig über einen gemeinsamen Hilfsfond für Jugendherbergen, Bildungsstätten, Seminar- und Bildungshäuser und Zeltplätze. Demnach wird der Bund die bundesweiten Einrichtungen unterstützen und die Länder die regionalen Einrichtungen. Aktuelle Zahlen und weitere Informationen liegen uns hierzu noch nicht vor. Zur Umsetzung des Hilfsfondses in Hessen führt der hjr aktuell eine hessenweite Abfrage zur finanziellen Situation der Bildungsstätten, Seminar- und Gruppenhäuser und Zeltplätze in Trägerschaft der hessischen Jugendverbände durch.

 

3. Hessisches Förderprogramm zur „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“
 

Das Land Hessen startete am 20.04.2020 das neue Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“, um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für die hessische Vereins- und Kulturlandschaft abzufedern. Dazu können ab dem 1. Mai 2020 entsprechende Anträge gestellt werden. Alle als gemeinnützig anerkannten Vereine in Hessen sind antragsberechtigt.

 

4. Hilfen des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen
 

Die Hessische Landesregierung hat ein Soforthilfsprogramm aufgelegt. Gewerbliche Unternehmen, Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft, Sozialunternehmen, sowie Selbstständige, Solo-Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe, die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden, werden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt.

  • Hilfen für freiberufliche Honorarkräfte (in den Verbänden)
    Auch freiberuflich tätige Einzelpersonen in euren Verbänden sind grundsätzlich zuschussberechtigt für das Soforthilfeprogramm (siehe „Finanzielle Soforthilfe“)

 

5. Hilfe durch die Agentur für Arbeit
 

Beim Kurzarbeitergeld handelt es sich um ein Instrument, mit dem Arbeitgeber in der Lage sein sollen vorübergehende Krisen überstehen zu können, ohne ihre Mitarbeitenden entlassen zu müssen.

 

6. Hilfen durch das Sozialdienstleister-Einsatzgesetz
 

Mit Hilfe des sogenannten "Sozialschutz-Pakets" sollen soziale Dienstleister in der Corona-Krise abgesichert werden (Sozialdienstleister-Einsatzgesetz).

 


 

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